Lake

Ein See ist kein Symbol, kein Ort für Sehnsucht, sondern eine Fläche, auf der sich Licht, Zeit und Raum neu ordnen.

In der Abendstunde verliert die Landschaft ihre Schwere. Farben werden nicht mehr benannt, sie gleiten. Formen lösen sich auf, Konturen werden weich, als würde die Natur selbst ihre eigene Abstraktion entwerfen.

Diese Fotografie ist kein Versuch, einen Ort festzuhalten, sondern einen Zustand. Sie zeigt, wie sich das Sichtbare in etwas Geistiges verwandelt, wenn der Tag endet. Die Berge stehen nicht mehr als massive Körper im Raum, sondern als ruhige, dunkle Gedanken am Rand des Bildes. Der See wird zur Schnittstelle zwischen Himmel und Erde, nicht als Spiegel, sondern als Übergang.

Was hier entsteht, ist keine Erinnerung an einen Moment, sondern ein Gegenwärtigsein. Das Licht diktiert die Komposition, nicht umgekehrt. Jede Reflexion, jede leichte Verschiebung im Farbton wirkt wie eine Entscheidung, die gerade erst getroffen wird. Nichts ist endgültig, alles ist in Bewegung, auch wenn das Bild still erscheint.

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